1498: Auf seiner dritten Reise entdeckt Christoph Kolumbus (*1451, +1506) die venezolanische Küste zwischen der Orinoco-Mündung und der Isla Margarita 1499: Alonso de Hojeda erforscht die Nordküste und gibt dem Land wegen der an Venedig erinnernden Pfahlbauten am Maracaibo-See den Namen Venezuela (Klein-Venedig). 1528: Das Land wird der Augsburger Kaufmannsfamilie Weiser überlassen, deren »Söldner« auf der Suche nach Gold tief ins Landesinnere und nach Kolumbien vorstoßen. Ab 1546: Unter spanischer Verwaltung mit Sitz in Caracas (1577) ist Venezuela bis 1717 Teil der Vizekönigreichs Peru; 1777 wird das Generalkapitanat Venezuela geschaffen.
Die Unabhängigkeit
5. 7. 1811: Venezuela erklärt seine Unabhängigkeit von Spanien. 1821: Nach langen Kämpfen sichert der Sieg von Carabobo die Freiheit von Spanien.
1830: Nachdem das Land vorübergehend Großkolumbien angehört hat, macht sich Venezuela unter Jose Antonio Paez selbständig. 24. 3. 1831: Unter seinem ersten Präsidenten General J. A. Paez (*1790, +1873), konstituiert sich Venezuela als selbständige Republik. 1835-64: Militärdiktaturen regieren im Wechsel mit zivilen Regierungen. 22. 4. 1864: Durch eine Verfassungserklärung wird Venezuela zum Bundesstaat »Estados Unidos de Venezuela«. 1908-35: Während der diktatorischen Regierung Generals Jüan Vicente Gomez (*1857, +1935) beginnt der Erdölboom, mit dessen Erlösen die wirtschaftliche und militärische Modernisierung des Landes finanziert wird. 18. 10. 1945: Durch einen Staatsstreich kommt die 1941 gegründete »Accion Democratica (AD) mit ihrem Führer Romulo Betancourt (*1908) an die Macht. 22.11. 1948: Die Militärs, die der Accion Der Democratica zur Macht verholfen haben, putschten gegen den in den ersten allgemeinen Wahlen mit grosser Mehrheit gewählten Präsidenten Romulo Gallegos (AD). 1953-58: Als Diktator lässt sich General Marcos Perez Jimenez (*1914) mit luxuriösen Neubauten feiern. 23. 1. 1958: Jimenez' Sturz durch eine militärisch-zivile Koalition macht den Weg für Beginn einer Demokratisierung frei. 1959 bis 64: Während der Regierungszeit von Betancourt entsteht die venezolanische Guerilla die langfristig eine Gesellschaft nach kubanischem Muster anstrebt. 1968: Bei Wahlen erlangt die Oppositionspartei „Comitc de Organizacion Politica Electoral Independiente“ (COPEI) mit Rafael Calder Rodriguez (*1916) den Sieg 1973: Der AD-Kandidat Carlos Andres Perez (*1922) wird zum neuen Präsidenten Venezuelas gewählt und setzt eine nationalistisch-reformerische Politik durch. 1978: Bei den Wahlen siegt der Kandidat COPEL Luis Herrera Campins (*1925). 1983: Jaime Lusinchi (AD) gewinnt die Wahlen. 1988: Carlos Andres Perez tritt als gewählter Präsident seine zweite Amtsperiode an. 04. 2002 übersteht Chavez einen Putschversuch der Opposition, flankiert durch eine Kampagne der privaten Medien. Nach Protesten der Chavez-Gegner im Dezember 2002 beginnt am 3. 12. 2002 der längste Generalstreik der venezolanischen Geschichte. Auf internationalen Druck wird der Streik am 02. 2003 erfolglos beendet.