Pflanzenwelt: Venezuela liegt in den wechselfeuchten Tropen, wobei in Richtung Norden die Trockenzeit immer länger wird. Tropische Regenwälder sind daher nur im äußersten Süden zu finden, sie gehen nach Norden in grüne Trockenwälder und Savannen über. Wegen der großen Höhenunterschiede in den Anden hat Venezuela Anteil an allen Vegetationsstufen der Tropen, wobei sich in der Tierra heiada oberhalb von 3500 m ein echter Paramo mit Wollschopfgewächsen (Espeletien) entwickelt hat. In den inneren Lianos des Orinoco-Tieflandes finden sich ausgedehnte Grasfluren, die von Galeriewäldern unterbrochen werden.
Tierwelt: Der Artenreichtum der venezolanischen Tierwelt ist durch die industrielle Entwicklung stark reduziert worden. Eine große Vielfalt zeichnet nach wie vor die Vogelwelt aus, zu der Kolibris und Papageien gehören. In den Savannen leben Gürteltiere, im Guayana-Hochland urzeitliche Echsen.
Umweltprobleme: Um die bedrohte Flora und Fauna zu schützen, hat der Staat 37 Naturparks und Naturmonumente eingerichtet. Die Seen des Landes sind stark verschmutzt, vor allem der Valencia-See ist zu einer Kloake verkommen, nachdem sich durch die Abholzung in seinem hydrographischen System der Seespiegel unter das Niveau des natürlichen Abflusses gesenkt hat. Die Abwässer der Industrieregion von Valencia gelangen zwar in den See, können aber nicht mehr entwässert werden.